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Herdenbein - Fliegenbein

Bevor Ihnen irgend jemand meinen Spitznamen verrät - es gibt immer solche Zeitgenossen, die mit spürbarer Häme diese Art von Verlautbarungen loswerden müssen -, oute - sagt man doch heute, oder? - ich mich lieber selber.

Mein Spitzname ist also Fliegenbein. Eine Verunglimpfung meines Namens unter Anspielung auf das ständige Tragen einer Fliege.
Ich trage Fliegen sehr gerne: morgens, mittags und abends. Auch im Sommer! Man lächelt darüber und selbstverständlich gibt es auch Spötter.

Mir ist das übrigens vollkommen egal, wenn man zu mir Fliegenbein sagt. Fliegenbein ist nicht schlimmer als Herdenbein. Unter einem Fliegenbein kann man sich noch etwas vorstellen, aber was soll ein Herdenbein sein, frage ich Sie? Ich wurde deshalb schon in meiner Kindheit ganz schön gehänselt.

Kaum einer von den Spielkameraden oder Mitschülern sagte Jens zu mir.
Und ich kann Ihnen versichern, daß Fliegenbein ein harmloser Ausdruck ist, gegenüber all jenen Wortschöpfungen, die sich die Kinder ausdachten!

Eine von ihnen ist mir immer noch gegenwärtig.
Irgendeines der Kinder fand die Verhohnepipelung Herdenschwein ganz toll.
Sie lachen jetzt?
Macht nichts! Heute kann ich im Rückblick auch darüber lächeln. Kindermund!

Ach ja, ich war bei den Fliegen. Ich trage sie gerne, kaufe mir sehr gerne eine neue und kann in der Zwischenzeit mit einer riesigen Palette aufwarten. Manche Menschen besitzen eine Schmetterlingssammlung, ich nenne eine Fliegensammlung mein eigen. So weit so gut!

Nun zu meiner Person. Ich hoffe, daß Sie schon ganz neugierig geworden sind, wer hinter diesem Fliegenwahn steckt!
Ich heiße Jens Herdenbein, bin 59 Jahre alt - denke also schon manchmal an meine Pensionierung! - bin 75 Kilo schwer und 175 cm groß. Ich habe schütteres Haar - die schon oben erwähnten hämischen Zeitgenossen sprechen allerdings von einer Glatze -, das drei Millimeter lang (kurz?) geschnitten ist und den Ansatz eines Bauches, die Hämischen sagen... aber das können Sie sich jetzt schon denken!
Ich bin ein recht ausgeglichener Mensch und zuweilen ein Genießer, also steht mir ein Bauch zu! Danke!

Ach ja! Ich bin Kriminalhauptkommissar bei der Kripo in Kiel, Bezirkskriminalinspektion in der Blumenstraße. Warum dann Inspektor? Das ist eine liebgewordene Reminiszenz an erste Erfolge als junger Inspektor. Übrigens gibt es diese Dienstbezeichnung heute nicht mehr.

Gut! Das soll fürs erste einmal reichen. Es ist nett, so mit Ihnen zu plaudern!